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Statement zum Terroranschlag auf Betende der Finsbury-Park-Moschee

Köln, 19. Juni 2017: Die Islamische Gemeinschaft in Deutschland e.V. ist erschüttert über den Terroranschlag auf eine Gruppe von Muslimen vor der Londoner Finsbury-Park-Moschee.

In der Nacht von Sonntag auf Montag raste der Täter mit einem Fahrzeug in eine Gruppe von Menschen, die gerade das gemeinschaftliche Gebet anlässlich des Ramadans in der Finsbury-Park-Moschee verließen. Dabei wurde eine Person getötet, zehn weitere teilweise schwer verletzt.

Augenzeugen berichten, der Täter hätte gerufen, alle Muslime töten zu wollen. Eine Gruppe der Moscheebesucher konnte den Täter fassen und begann, ihn zu schlagen – der Imam der Moschee stellte sich dazwischen und verhinderte Schlimmeres.

Der IGD-Präsident Samir Falah ist entsetzt über den Terroranschlag. Er fügte hinzu, diese Tat sei „nicht mehr oder weniger grausam als das, was die Anhänger des IS täten“. „Die Terroristen geben sich unterschiedliche Fassaden und Färbungen, aber am Ende verfolgen sie alle das gleiche Ziel: die europäischen Gesellschaften zu spalten und die Menschen gegeneinander aufzuhetzen“, sagte er weiter.

Im Anschluss lobte er das schnelle Eingreifen des örtlichen Imams: „Er setzte genau das richtige Zeichen – Hass nicht mit Hass zu bekämpfen und den Täter an die Behörden zu übergeben. Das verdient Anerkennung.“

Die IGD verurteilt jeden Akt des Terrorismus, unabhängig von der religiösen oder weltanschaulichen Überzeugung der Täter und Opfer. Gewalt gegen Unschuldige ist immer falsch.

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